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Gesund/Raucher

Gesundheit

Gesundheit ist ein wichtiger persönlicher und gesellschaftlicher Wert. Ihre Bedeutung wird oft erst bei Krankheit oder mit zunehmendem Alter erkannt. Welche Einschränkungen mit dem Verlust von Gesundheit verbunden sind, wird oft erst dem alternden Menschen bewusst – durch eigene durchgestandene Krankheiten, gesundheitliche Probleme im Umfeld und das sich nähernde Lebensende.
Vorsorgeprogramme für jüngere Altersgruppen werden propagiert, laufen aber oft ins Leere.

Im Allgemeinen sind Frauen gesundheitsbewusster als Männer.


Privilegierte Schichten sind gesünder als unterprivilegierte. Der Abstand ist in den letzten zwanzig Jahren kontinuierlich gewachsen.

Die Förderung und Erhaltung der Gesundheit erfordert geringe finanzielle Mittel. Teuer ist dagegen der Versuch, Gesundheit wiederherzustellen, die sog. kurative Medizin.

Ratschläge und Hinweise bekommen Sie heutzutage viele. Sie sollten deshalb verstärkt darauf achten, dass Sie auch wirklich fachkundige Informationen erhalten, aber gerade das ist bei dem unüberschaubaren Informationsangebot gar nicht so einfach.

Nikotinsucht - Eine hochgiftige Befriedigung
Nikotin löst eine der stärksten Süchte aus. Im Vergleich zu anderen Drogen wie Heroin, führt der blaue Dunst vor allem in eine psychische Abhängigkeit, aus der sich Raucher nur schwer wieder lösen können. Das Gift überwältig und lähmt das Gehirn und der Mensch schreit nach pausenloser Befriedigung. Das sollten alle Raucher wissen.


Warum rauchen Raucher?
Das Image der Raucher verschlechtert sich ständig. Trotzdem werden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr 5,5 Billionen Zigaretten geraucht. Das entspricht einem Jahresverbrauch von 1.000 Zigaretten pro Kopf der Weltbevölkerung. Weltweit hat der Zigarettenkonsum im 20. Jahrhundert drastisch zugenommen. Die Indianer verwendeten Tabak als Kultdroge. Mit der "Friedenspfeife" wurden Freundschaften und Friedensabkommen besiegelt. Ähnliche sozialen Aspekte schätzen auch viele Raucher heute. Rauchen schafft Kontakte, ein Mann bietet einer Frau eine Zigarette an, um sie kennen zu lernen. Jugendliche testen die erste Zigarette, um bei den Freunden anerkannt zu werden. Manche Raucher aber schätzen die direkte Wirkung auf den Körper, wie zum Beispiel die beruhigende Zigarette zum Feierabend. Andere "brauchen es einfach" oder bevorzugen den Glimmstängel nach einem guten Essen. Doch Rauchen gefährdet die Gesundheit. Und Rauchen ist auch eine Sucht.

Die meisten Raucher greifen allerdings nicht freiwillig zur Zigarette sondern handeln zwanghaft. Wer eine Weile geraucht hat, kann nicht mehr frei entscheiden. Das Bewusstsein ist vollkommen vom Verlangen nach der nächsten Zigarette bestimmt. Raucher sind Sklaven ihres Gehirns und der Qualm vernebelt regelrecht ihr Denken.

Nichtrauchen ist in!
Das ist in den USA schon längst gang und gäbe. Auch in Europa steigt die Zahl der Nichtraucher. Doch die Werbung gaukelt vor: Der Raucher ist ein positiver, geselliger und erfolgreicher Typ, das Rauchen ein Genuss. Tabak ist eine legale Droge und gesellschaftlich akzeptiert. Und dennoch: Rauchen ist out. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Tabakrauch die Gesundheit schädigt. Die intensive Aufklärung über die Risiken des Rauchens führte zwar nicht zu durchschlagendem Erfolg, aber die schädigende Wirkung wird ernst genommen. Rauchverbote an Arbeitsplätzen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an allgemein öffentlichen Plätzen nehmen zu.

Weg vom Nikotin
Zwei wichtige Komponenten der Nikotinsucht: Die körperliche und psychische Abhängigkeit. Will man von der Sucht loskommen, dann müssen beide bewältigt werden. Forscher gehen heute davon aus, dass die Form der Nikotinabhängigkeit sehr individuell ist. Es gibt kein Erfolgsrezept dafür, sich den Griff zur Zigarette abzugewöhnen. Jeder, der Schluss mit dem Rauchen machen will, muss für sich selbst die richtige Methode finden. Wer unsicher ist, sollte Hilfe bei einem Arzt suchen und sich beraten lassen. Entwöhnungswillige Raucher haben größere Erfolgschancen, wenn sie sich über die ersten zigarettenfreien Wochen und Monate mit Nikotinersatzstoffen hinweghelfen.

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