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Im Herbst ist Erkältungszeit? Das muss nicht sein! Wer jetzt mit dem Saunabaden beginnt, kommt bestimmt gesund durch den Winter
Die Tage werden kürzer und die Abende länger - der Herbst hat Einzug gehalten. Wenn es draußen feucht und kalt ist, drinnen aber trocken und warm, beginnt die Hochsaison für Infektionen aller Art. Das Problem: Durch die Heizungsluft trocknen die Schleimhäute aus - Viren und Bakterien haben leichtes Spiel.
"Saunabesuche im Herbst sind deswegen so gesund, weil der Körper dadurch besser durchblutet wird - vor allem die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum. So können Krankheitserreger besser bekämpft werden", erklärt Rolf Pieper, Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes in Bielefeld. Sauna härtet ab: Der Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung ist ein ausgezeichnetes Training für die kleinen und kleinsten Blutgefäße in der Haut und in den Schleimhäuten der Atemwege. Hitze erweitert diese Adern, kaltes Wasser im Tauchbecken oder unter der Dusche lässt sie augenblicklich eng werden. Reaktionen, die nicht nur in der Sauna, sondern auch im täglichen Leben sinnvoll sind. So kann sich der Körper zum Beispiel effektiver vor Wärmeverlusten in kalter Umgebung schützen und auf diese Art vielen Erkältungskrankheiten vorbeugen.
Infekten vorbeugen
Neuere Forschungsergebnisse zeigen eindeutig: Durch regelmäßiges Saunabaden werden mehr Abwehrstoffe im Blut gebildet. Die Hitze lässt nicht nur die Hauttemperatur auf etwa 42 Grad Celsius ansteigen, sondern kurbelt auch den Stoffwechsel an. Das wiederum führt zu einer vermehrten Produktion von Interferon, einem Eiweiß, das bei der Abwehr von Infekten eine große Rolle spielt. Regelmäßige Saunabesucher verfügen außerdem über mehr Lymphozyten ("Killerzellen"). Die sind dafür zuständig, körperfremde Zellen - sprich Krankheitserreger - zu bekämpfen.
Das Immunsystem wird mit dem Alter immer besser. Die Sauna macht es sogar unbesiegbar
Das beste Mittel gegen Erkältungen? Neue Studien beweisen: Saunagänge stehen ganz oben auf der Immunschutz-Liste. Doch wie sauniere ich richtig? Die besten Tipps auf einen Blick:
Körperhaltung
Die beste Haltung ist die Rückenlage. So ist der ganze Körper in einer Temperaturzone. Alternative: sitzend mit angezogenen Beinen.
Essen
Auf keinen Fall schwere Mahlzeiten vor der Sauna einnehmen. Mindestens ein Zeitfenster von einer Stunde sollte zwischen Mahlzeit und Sauna liegen.
Rhythmus
Die perfekte Anzahl von Saunagängen: zweimal pro Woche zwei Gänge. Nie mehr als drei.
Sport
Nach dem Sport 20 Minuten warten, bis sich der Puls normalisiert hat, erst dann in die Sauna gehen.
Temperatur
Wenn Sie durchgefroren sind, nicht direkt in die Sauna gehen. Vorheriges Abtrocknen beschleunigt das Schwitzen.
Dauer
Der erste Gang darf maximal 8-12 Minuten dauern, der zweite und dritte Gang maximal 15 Minuten.
Abkühlen
Nach einem Saunagang zum Abkühlen an die frische Luft. Auf und ab gehen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Anschließend kalt abduschen.