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Vitaminmangel

Vitamine:

Vitaminmangel erhöht das Schlaganfallrisiko
Eine schlechte Versorgung mit den Vitaminen B12 und Folsäure kann das Risiko für Schlaganfälle und Durchblutungsstörungen im Gehirn mehr als verdoppeln. Das legen aktuelle Ergebnisse der Potsdamer EPIC-Studie nahe. Die Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung hatten knapp 970 Studienteilnehmer über sechs Jahre begleitet. Reichlich Vitamin B12 liefern Fleisch, Fisch und Eier. Gute Folsäure-Quellen sind Blattgemüse, Salat, Vollkornprodukte, Tomaten, Eigelb und Leber. In der Apotheke gibt es Kombi-Präparate mit Vitamin B12 und Folsäure.

Vitaminmangelkrankheiten:

Krankheiten und Beschwerden, die durch eine unzureichende Aufnahme von Vitaminen hervorgerufen werden. Zu ihnen zählen u. a. Skorbut, Pellagra und Beriberi. Während Vitaminmangelkrankheiten in Entwicklungsländern v. a. infolge des allgemeinen Mangels an Nahrung bzw. des Mangels an bestimmten Lebensmitteln ausgelöst werden, kommt es in den Industrienationen meist infolge von Fehlernährung (z. B. zu einseitiger Ernährung), von Krankheiten, bei denen die Resorption von Vitaminen gestört ist (z. B. chronisch entzündlichen Darmerkrankungen), oder durch erhöhten Bedarf (z. B. in Schwangerschaft und Stillzeit) zu einem Mangel an Vitaminen und damit verbundenen Beschwerden. In vielen Fällen handelt es sich dabei jedoch nur um einen leichten Mangel, eine so genannte Hypovitaminose. Das nahezu vollständige Fehlen bestimmter Vitamine, die Avitaminose, ist in den Industrienationen selten. Von einer Avitaminose, die das Vitamin B12 betrifft, können z. B. Personen nach einer Magenentfernung betroffen sein, weil ihnen ein Stoff, der so genannte Intrinsic Factor, fehlt, der für die Aufnahme dieses Vitamins nötig ist. Behandelt werden Vitaminmangelkrankheiten durch die Gabe des betreffenden Vitamins, gegebenenfalls auch durch die Therapie einer dem Vitaminmangel zugrunde liegenden Erkrankung. Während sich die Beschwerden, die infolge von Hypovitaminosen auftreten, in der Regel vollständig zurückbilden, können bei lange anhaltenden Avitaminosen Spätfolgen (z. B. neurologische Ausfallerscheinungen) zurückbleiben.



chronisches Müdigkeitssyndrom
,
über mindestens sechs Monate anhaltender Erschöpfungszustand ohne erkennbare Ursache. Zu den Begleiterscheinungen können Schwäche, Konzentrations- und Leistungsstörungen sowie depressive Verstimmungen gehören. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Diskutiert wird, ob Viren die Krankheit auslösen können. Auch Darmmykosen, Nahrungsmittelallergien und
Vitaminmangel werden mit der Entstehung der Krankheit in Beziehung gebracht. Zwar gibt es zahlreiche Vorschläge zur Ernährungsbehandlung des chronischen Müdigkeitssyndroms, z. B. die Gabe von Folsäure und Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium, Zink oder der weitgehende Verzicht auf Zucker und Stärke, doch ist der Erfolg einer Ernährungstherapie bislang nicht wissenschaftlich bewiesen. Die bisherige Therapie besteht v. a. in der Vermeidung von Stress, der Unterstützung des Immunsystems und gezielter Entspannung.


Ernährung Vitamine

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