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Wo sitzt das gefährliche Fett

Gefährliche Fettverteilung - Wo sitzt das gefährliche Fett?

Angesichts der heutigen Überversorgung mit Nahrungsmitteln und eines zunehmenden Bewegungsmangels lagert der Körper bei falscher Ernährung mehr Viszeralfett ein als biologisch sinnvoll ist. Dies geschieht insbesondere bei Übergewicht und Adipositas vom sogenannten Apfeltyp, also dem männlichen Fettverteilungstyp (der aber auch bei Frauen vorkommt), während beim Birnentyp, also dem weiblichen Fettverteilungstyp, nicht das Viszeral-, sondern das Hüftfett vermehrt ist.

Als Maß für das Viszeralfett dient der Bauchumfang. Man misst ihn in der Mitte zwischen dem unteren Rippenbogen und der Oberkante des Beckenkamms. Bei Frauen besteht ab einem Taillenumfang von 80 cm, bei Männern ab einem von 94 cm ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie für Diabetes mellitus Typ 2. Ab einem Taillenumfang von 88 cm (Frauen) bzw. 102 cm (Männer) gilt das Risiko sogar als stark erhöht.
Jeder zweite im Alter von 18 bis 79 Jahren ist übergewichtig, 24,5% dieser Altersgruppe sind fettleibig
Übergewicht erhöht das Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie beispielsweise Herzinsuffizienz, Arteriosklerose, Diabetes mellitus Typ 2, Gicht.

Doch Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht: Ernährungsmediziner teilen es nach der Körperfettverteilung in zwei verschiedene Gruppen ein, die auch ein unterschiedliches Risiko für die entsprechenden Folgeerkrankungen bergen. Der gynoide Typ "Birnentyp" ist definiert durch den Fettansatz hauptsächlich an Hüften und Gesäß, der androide Typ "Apfeltyp" setzt das Fett eher im Bauchbereich an.


Die Fettverteilung ist genetisch bedingt und unterscheidet sich bei Frauen und Männern, was allerdings nicht heißt, dass die androide Fettverteilung bei Frauen nicht vorkommt!

Adipöse und Übergewichtige mit androider Fettverteilung haben ein weitaus höheres Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Gefäßverkalkungen zu erkranken und im schlimmsten Falle einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.


Reichlich gepolsterte Menschen können mit einem Blick in den Spiegel abschätzen, wie gefährlich ihnen ihr Körperfett werden kann. Gleicht die Silhouette einer Birne, weil Fett sich an Hüften, Gesäß und Oberschenkeln konzentriert, dann sind die Risiken geringer, als wenn die Statur einem Apfel ähnelt, weil die Fettdepots im Bauch und um ihn herum liegen.

Dieses „tiefe Fett“ im Bauchraum spielt eine große Rolle bei der Entstehung von Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, hohem Blutdruck und Diabetes, sagt Dr. Andreas Hamann, Chefarzt der Diabetes-Klinik Bad Nauheim und Vizepräsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Sogar in Zentimetern können Forscher die Gefahr angeben: Überschreitet der Bauchumfang bei Männern 102 Zentimeter und bei Frauen 88, ist unter anderem ihr Diabetes-Risiko erhöht. Abspecken lohnt sich für „Äpfel“ besonders: Wer sein Gewicht um fünf bis zehn Prozent reduziert, verliert ein Drittel des inneren Bauchfetts.
Quelle




Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Bauchspeck ist gefährlicher als Hüftspeck
Die vier Killer des "tödlichen Quartetts", Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, erhöhter Blutzucker und bauchbetontes Übergewicht, kosten Jahr für Jahr mehr Menschen das Leben, dabei ist vor allem letzteres - der lästige und dazu gefährliche Bauchspeck - mit relativ wenig Aufwand in den Griff zu bekommen, erklärt heute Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen.

Bereits rund 60 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts übergewichtig, haben also einen BMI (Körpergewicht in Kilogramm/ (Körpergröße in Metern)2) von über 25 (Männer) beziehungsweise 24 (Frauen). Der Trend steigt auch weiterhin trotz des hohen Gesundheitsrisikos an, so Müller.

Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus Typ 2, Krebs, Gicht und Fettstoffwechselstörungen, die teilweise tödlich enden können, insbesondere wenn sie zusammen als "Tödliches Quartett" vorkommen, erklärt Müller.

Doch Übergewicht ist nicht gleich Übergewicht: Ernährungsmediziner teilen es nach der Körperfettverteilung in zwei verschiedene Gruppen ein, die auch ein unterschiedliches Risiko für die entsprechenden Folgeerkrankungen bergen. Der gynoide Typ ("Birnentyp") ist definiert durch den Fettansatz hauptsächlich an Hüften und Gesäß, der androide Typ ("Apfeltyp") setzt das Fett eher im Bauchbereich an.

Der androide Typ lebt laut Müller eindeutig gefährlicher: Adipöse und Übergewichtige mit androider Fettverteilung haben ein weitaus höheres Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Gefäßverkalkungen zu erkranken und im schlimmsten Falle einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Die Fettverteilung ist laut Müller genetisch bedingt und unterscheidet sich bei Männern und Frauen, was allerdings nicht heißt, dass die androide Fettverteilung bei Frauen nicht vorkommt!

Weiterhin begünstigen eine hochkalorische Ernährung, körperliche Inaktivität, zu viel Alkohol und Nikotin, psychischer Stress sowie schnelle Gewichtsab- und –zunahmen ("Jojo-Effekt") die Fettablagerung am Bauch. Eine nachhaltige Reduktion des Körperfettanteils durch eine Ernährungsumstellung in Kombination mit viel Bewegung lohnt sich laut Müller sowohl für androide als auch für gynoide Typen, denn mit dem Körperfettanteil sinkt auch das Risiko für die oben genannten Krankheiten.

Viel frisches Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, Seefisch und reichlich Mineralwasser sind die Grundpfeiler einer Ernährung, die dem "Tödlichen Quartett" ganz einfach den Wind aus den Segeln nimmt, formuliert Müller abschließend.

Hilfestellung zu einer dauerhaften Gewichtsreduktion leistet die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik: Die Broschüre "Abnehmen kann nur, wer satt is(s)t" kann von der Homepage www.ernaehrungsmed.de heruntergeladen werden.

Pressemitteilung: Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik.

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